Rezension: Der Zeiten-Taucher von Tammy Lincoln

zeitentaucher_Tammy-LincolnEBook 2Stern
Autorin: Tammy Lincoln
Verlag: books2read
Seiten: ca. 444 Seiten
ISBN: 9783733782023
Preis: € 5,99

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Tammy Lincoln: Tammy Lincoln ist freie Journalistin und lebt in Hamburg. Gerne spaziert sie an der Elbe entlang, bestaunt die unterschiedlichen Größen und Formen der vorbeifahrenden Schiffe, und wenn dann noch Möwen kreischen oder ein Dampfer tutet, beginnt das Kopfkino und schickt sie auf die abenteuerlichsten Reisen. Als Reisejournalistin durfte sie exotische Länder kennenlernen, an versteckten Plätzen etwa auf Hawaii oder in Queensland (Australien) unvergessliche Eindrücke sammeln – riechen, schmecken, hören, und manchmal auch Dinge spüren, über die man in seriösen Reisereportagen besser nicht berichtet.

Klappentext: Anker lichten, Leinen los! Die unerschrockene Piratentochter Olivia macht von Hawaii aus mit ihrer schrägen Crew die Südsee unsicher. Da spült das Schicksal ihr einen Mann vor die Füße, der behauptet, er komme aus der Zukunft. Robert, der Meeresbiologe, bringt sie völlig durcheinander: Erst mal steckt er in einer schwarzen Gummihaut und hat Flossen wie ein Fisch, dann entpuppt er sich als der wohl der heißeste Kerl der sieben Weltmeere. ARRRR! Doch auf dem Piratenschiff gelten strenge Regeln: Wenn der Fischmann sein Leben retten will, muss er sich als Piratenkrieger beweisen, einen legendären Familienschatz finden und ihren durchtriebenen Widersacher, den „Großen Chang“, zu den Haien schicken …

Cover: Eigentlich ist das Cover sehr schön gestaltet und sehr ansprechend, ich persönlich mag es aber nicht so gerne wenn richtige Menschen auf dem Cover abgebildet sind, weil das die Fantasie beeinträchtigt. Wenn es nur eine Silhouette oder nur der Körper ohne Kopf wäre fände ich es besser.

Inhalt: In der Zeitentaucher geht es um Olivia Leilani Schmidt (22 Jahre) die im Jahr 1852 als Tochter des Capitäns eines Piratenschiffes in Australien am „Kap des Leidens“ ankert. Olivia hat deutsche Wurzeln, den ihr Urgroßvater Adalbert Schmidt, der mit dem berühmten James Cook die Weltumsegelte, stammt aus Westerstedt bei Oldenburg. Adalbert verliebte sich bei der Weltumsegelung aber auf Hawai und blieb dort. So ist seine Enkelin Olivia bei ihrer tutu – Großmutter auf Hawai aufgewachsen, den ihre Mutter starb kurz nach der Geburt und ihr Vater war Walfänger und fuhr zur See. Nach dem Tod ihrer tutu kam Olivia in ein Waisenhaus bis ihr Vater, der inzwischen Freibeuter war, sie zu sich an Board nahm. Als das Schiff nun vor Australien ankert, taucht plötzlich ein seltsames schwarzes Wesen im Wasser neben dem Schiff auf und als die Piraten das Wesen an Bord holen stellen sie fest das es ein Mensch ist. Und zwar handelt es sich dabei um Robert oder genauer Dr. Robert Bruns, einen Meeresbiologen der das Great Barrier Reef untersucht – allerdings eigentlich über 150 Jahre in der Zukunft! Schnell ist allen klar das Robert auch eben daher, nämlich aus der Zukunft kommt. Robert trägt ein geheimnisvolles atztekisches Amulett das er kurz vor seiner Zeitreise im Riff fand. Der Capitän des Schiffes erkennt das Amulett, welches sehr gefährlich ist und nimmt es Robert ab. Das Amulett weist auf einen Schatz hin der am Cape Tribulation von Olivias Urgroßvater versteckt wurde. Der Capitän hat von seinem Vetter eine Hälfte dieser Karte erhalten und soll diesen für die zweite Hälfte aus der Strafkolonie auf Tasmanien befreien. Die Piraten begeben sich auf Schatzsuche und nehmen Robert nach kurzem zögern als Crewmitglied auf. Aber Olivia sieht mehr in dem schönen Mann aus der Zukunft und auch Robert entgeht die wunderschöne Piratentochter nicht, aber die oberste Regel an Board ist „Die Capitänstochter ist TABU und alle verstoße werden hart bestraft“.

Meinung: Vorab muss ich sagen das ich den Klappentext gelesen habe, die Geschichte super spannend fand und es daher wahnsinnig gerne lesen wollte. Aber leider musste ich mich durch das Buch ein bisschen durch quälen, was man daran merkt das ich wirklich einen Monat zum lesen benötigt habe. Mir hat zwar die Idee der Geschichte gefallen und sie gafällt mir auch immernoch allerdings ist die Umsetzung schlecht gemacht. Es fängt damit an das die Perspektive ständig wahllos wechselt, mal wird aus Sicht von Olivia geschrieben, mal aus Sicht von Robert, mal aus Sicht eines anderen und mal aus Sicht der Autorin. Und das Ganze auch noch teilweise wechselnd pro Zeile, wenn es in Abschnitten gewesen wäre wäre es noch akzeptabel gewesen aber so war es nur verwirrend. Der nächste Punkt ist das ich die Hauptcharaktere nicht sonderlich sympatisch fand, Olivia ging noch aber Robert war mir nach einigen Bemerkungen am Anfang direkt unsympatisch und das änderte sich auch nicht mehr großartig. Wodurch er mir so unsympatisch wurde war einerseits das er als er auf den Schiff zu sich kommt rewcht schnell vermutet das er eine Zeitreise gemacht hat… wer bitte geht den in so einem Fall direkt mal davon aus das er eine Zeitreise gemacht hat???? Ich rege mich schon wieder darüber auf :D Also jedenfalls fand ich das er das zu schnell einfach akzeptiert. Zum anderen Frage ich mich ernsthaft weshalb er seine Kreditkarte beim Tauchen dabei hat (Mit der beweist er den Piraten das er aus der Zukunft kommt), es ist ja nicht so das er unter Wasser zufällig auf einen Starbucks trifft und sich nen Kaffee holt oder so. Und das letzte wodurch er mir unsympatisch wurde war das er sofort spitz auf Olivia war und im nächsten Satz mal eben kurz seine Freundin in Hamburg erwähnt wird aber die ist ja egal. Naja es gab aber auch einige Dinge die mich sehr gestört haben, die nichts mit Robert zu tun hatten, wie die ewig langen erklärungen und Beschreibungen an manchen Stellen, beispielsweise wird das Riff als die beiden tauchen über mehrere Seiten ausführlich in allen Farben, Formen und mit Fachbegriffen beschrieben. Das passiert leider öfter das solch ausführliche Beschreibungen auftauchen aber das ist langweilig! Ich lese doch nicht weil ich etwas über das Great Barrier Reef lernen will und wenn ich das will schaue ich mir einen Dokumentarfilm an. Die bereits erwähnten Fachbegriffe werden leider auch sehr oft verwendet, so tauchen Beispielsweise immer wieder Bootsbegriffe auf die ich absolut unnötig fand und sowieso nicht verstehen konnte. Ein Beispiel ist Vordersteven… na jemand ne Ahnung was das ist? Nein? Ich auch nicht aber es gibt ja Google: Den vorderen Abschluss des Bugs bildet der Vordersteven, bei Holzschiffen meist ein vierkantiger Holzbalken. Ja jetzt sind wir alle schlauer aber brauchen werden wir das wohl eher nie ;) So und das letzte was mir gehörig aufgefallen ist war auch eine Bemerkung am Anfang des Buches von Robert als er statt des Neoprenanzuges ein Hemd er Piraten anzieht das zu klein ist und er es daher offen lassen muss, ich zitiere an dieser Stelle mal die Autorin: Das Hemd musste bis zum Bauchnabel geöffnet bleiben, sonst wären die Nähte geplatzt. Peinlich, dachte er, die halten mich hier glatt für ´nen Düsseldorfer, fehlt nur noch das Goldkettchen… Diese Aussage finde ich obwohl ich nicht aus Düsseldorf komme und dort auch niemanden kenne irgendwie schon sehr daneben und absolut unnötig. Aber was mich am meisten irritiert hat ist das es keine klare Geschichte gab, ich dachte die Schatzsuche wäre die Geschichte aber ist sie nicht da das Ganze in 3-5 Sätzen abgehandelt wird. Insgesamt ist die Story relativ flach und hat kaum Spannung, die einzige Stelle die Spannung versprach war auch schnell rum aber dafür gibt es extrem viele spirituelle Punkte und Umweltgedanken in der Geschichte was ich persönlich ganz interessant fand weil mich die Kultur und Religion anderer Völker interessiert aber ich denke auch das war für die meisten sterbens langweilig. An dieser Stelle möchte ich auch aufhören da ich sonst nie ein Ende finde.

Fazit: Viel zu Viel von allem aber zu wenig Story :(

 

2Stern

 

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Veröffentlicht am 30. Juli 2014 in Bücher, Rezensionen, schriftliche Rezensionen und mit , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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